Reisebericht Marokko Safari 2019

Marokko Safari 2019

Marokko – Perfekter Ort für einen entspannten Fliegerurlaub

Abenteuerurlaub zum Relaxen – Marokko mit dem Gleitschirm

 

Essen – Fliegen – Essen – Schlafen – Fliegen – Essen – Schlafen…

Ja, dass klingt nach einem entspannten Gleitschirmurlaub den wir Anfang 2019 in Marokko verbracht haben und genauso ist es auch in dem wunderschönen Nordafrikanischen Land – Entspannt. Denn aus diesen Schlagwörtern bestand hauptsächlich der Tagesablauf unserer Gleitschirmreiseteilnehmer, ein richtiger Gleitschirmflug-URLAUB eben.  Gleich mit zwei Reisegruppen hintereinander geht es 2019 in das farbenfrohe Land im Norden Afrikas. Nahe dem Atlasgebirge liegt unsere Unterkunft, etwa eine Stunde entfernt von Marrakesch. Nachdem wir Fluggebiete, Location und Land die Jahre zuvor selbst ausgiebig getestet und genossen hatten, mussten wir einfach diese Erlebnisse mit Gleichgesinnten teilen und eine Flugreise nach Marokko anbieten. Ein Jahr Vorbereitung und Planung später, stehen wir Ende Februar 2019 erneut am Flughafen in Marrakesch und fühlen uns wie Zuhause. Mit uns, 12 reiselustige Piloten unterschiedlichen Alters, Herkunft und Pilotenlevel.

„Schöne Landschaft, nette Gruppe, sehr gute Organisation, Entspannte Unterkunft, gutes Essen, sehr gute Flugbetreuung, Wetter hat auch noch gepasst, wall will man mehr (-: „ 24.2.-3.3.19 Phillipp

Die Reise von Anfang an:

Ende Februar 2019 stehen wir schon zum 3. Mal am Flughafen in Marrakesch und fühlen uns gleich wieder wohl. Was sich für uns „Reiseleiter“, schon wie ein zweites Zuhause anfühlt, ist für so manchen unserer 12 Teilnehmer, die nach und nach aus dem kühlen Flughafen Gebäude in die Afrikanische Sonne treten ein richtiges Abenteuer. Wie Teilnehmerin Irena später erzählt, hatte sie mit Verständigungsproblemen, knurrendem Magen und mehr Stress als Entspannung gerechnet und ist mit diesen Befürchtungen zunächst nicht alleine. Diese Ängste können allerdings schnell genommen werden, denn ein klimatisiertes Shuttle mit unserem persönlichen Fahrer für die nächsten zwei Wochen kommt uns pünktlich vom Flughafen abholen. Zur Begrüßung gibt’s klebrig süßes Baklawa zu naschen und das entspannte Abenteuer beginnt mit einer Fahrt durch das moderne Marrakesch, vorbei an Hotelburgen und Einkaufshäusern, Dattelpalmen und wenig später über lange staubige Straßen Richtung Atlasgebirge. Wo sich Zuhause in Deutschland noch Schneeberge neben den Straßen getürmt haben, lässt uns hier der Blick aus dem Autofenster gleich an Frühling denken. Die Sonne scheint und zwischen grünen Bäumen strecken die ersten Blumen und Gräser ihre Köpfe aus der rotbraunen Erde.

„War schön mit euch – habe mich sicher gefühlt“

24.2.-3.3.19 Irena

Als wir bei unserer Unterkunft, einem typisch marokkanischen Riad ankommen, werden wir von der dortigen Gastgeberfamilie mit „Bonjour“ und „Salam Aleikum“ begrüßt. Wer ein paar Worte Arabisch oder die zweite Amtssprache Französisch spricht, tut sich leicht, doch mit Händen und Füßen sowie einem Lächeln kommt man hier auch sehr weit. Immer mehr Marokkaner sprechen auch Englisch. Zur Begrüßung gibt’s im blühenden Garten der Herberge traditionell Pfefferminztee und selbstgebackene Knabbereien. Direkt hinter den Zitronen- und Orangenbäumen und der Gartenmauer liegt unser Landeplatz, auf dem sich in den letzten Jahren einiges getan hat. Die Gastgeber haben das Potenzial des Flugberges erkannt und potentielle Gefahren gebannt. Wo früher eine lange Mauer den Endanflug knifflig machte, ist heute nichts mehr von ihr zu sehen. Die Mauer wurde ab- und fiese Dornenbüsche ausgerissen. Der etwas unwegsame Landeplatz wurde aufgekiest und mit einem großen weißen Landekreis und zwei großen Windsäcken versehen, so dass das Gelände jetzt, auch aus deutscher Sicht, schulungstauglich ist. Ähnlich gut, steht es seit kurzem um den Startplatz des Fluggebietes der ebenfalls von unserer Unterkunft aus zu erkennen ist. Wer will, kann in 1-2 Stunden zum Startplatz laufen und das leckere Essen das wir hier täglich genießen werden abtrainieren. Bis auf einen Sportler in der Reisegruppe entscheiden sich aber alle lieber für die etwa 10 minütige Fahrt mit unserem Shuttleservice, ist ja schließlich Urlaub.

Einfaches Fluggebiet mit vielen Möglichkeiten – Aguerguer

 In Serpentinen geht es an Olivenbäumen, Eseln, spielenden Kindern, alten und neuen Lehmhäusern vorbei ins Dorf „Aguerguer“ nach dem das Fluggebiet benannt ist. Die letzten Meter bis zum Startplatz müssen, oder besser gesagt, dürfen wir, zu Fuß auf einem Wanderweg laufen. Die Aussicht ist herrlich und alle sind vom Anblick des verschneiten Atlasgebirges Richtung Süden überwältigt. Wir entdecken kleine Frühlingsblumen und versteinerte Muscheln aus lang vergangener Zeit. Der Spaziergang lohnt sich und unsere Gleitschirme, werden vom Jeep bis nach oben durchgeschüttelt. Am Grat des Flugberges steht ein Haus mit Windsack. Von hier aus, sieht man einerseits über rote erdige Landschaft nach Nord-Westen Richtung Marrakesch. In dieser Richtung werden wir später starten, denn von da weht meistens der Wind. Hinter uns, im Süd-Osten, liegt eine wunderschöne steinige Hochebene mit ein paar vereinzelten Bauernhöfen und etwas dahinter, erhebt sich das hohe Atlasgebirge mit seinen weißen Gipfeln. Auch hier zeigt sich dass die Marokkaner auf zack sind und der frisch betonierte Startbereich, lässt so manchen verwahrlosten Startplatz In Deutschland alt aussehen. Dass der Wind passt, konnten wir schon von der Dachterrasse unserer Unterkunft erkennen, doch im Laufe des Tages nimmt dieser erfahrungsgemäß zu.

„Vielen Dank für die tolle Betreuung. Ich habe nach über 20 Jahren Freizeitfliegen trotzdem einiges mitgenommen. Immer wieder!!! Danke„ 24.2-3.3.19 Lutz

Die „Anfänger“ und „Neueinsteiger“ unter den Piloten dürfen also gleich zu Anfang raus. Die Aufregung ist einigen ins Gesicht geschrieben, damit aber von Anfang an der Stress raus ist gibt’s sowohl am Start- als auch am Landeplatz Funkunterstützung für diejenigen die sich unsicher sind. Eine sanfte Meeresbrise weht uns von Marrakesch ins Gesicht und zum ersten Mal geht’s für die Gleitschirm-Urlauber in Marokko in die Lüfte. Unter uns erstreckt sich ein buntes Land, die gewundene Straße und Olivenhaine durch die wir gefahren sind, ein kleines Dorf mit seinen Mauern und Terrassen, Schafsherden und eine Straußenfarm mit Swimmingpool sind zu entdecken. Die Stromleitung macht bei dieser Höhe keine Probleme und zielstrebig geht’s erst mal Richtung Landeplatz neben der Unterkunft. Der Platz ist riesig und mit etwas Konzentration klappen die ersten Landungen auch in und am Zielkreis. Schnell einpacken, denn die Youngsters haben Blut geleckt. Während sich die erfahrenen Piloten bereits versuchen mit Thermik über Land zu halten legt der Wind sachte zu. Zum Soaren reicht´s noch nicht und die Thermik blubbert noch zu schwach und so nutzen schließlich Alle die Gelegenheit den Landeplatz zu testen und einfach gleich nochmal hochzufahren.

„Gute Flugbetreuung bei Start Flug & Landung. Fazit: Marokko ist auch für Anfänger eine Reise wert!“

Stephan 3.3.-10.3.19

Beim zweiten Flug sind Alle viel entspannter. Gleitschirmfliegen ist halt doch überall auf der Welt gleich, nur die Aussicht und das Feeling sind hier ganz besonders. Die Sonne scheint angenehm warm und endlich klappts mit dem Aufdrehen und wir können die spannende Gegend weiter erkunden. Für jedes Pilotenlevel ist hier etwas geboten und auch die Anfänger kommen voll auf Ihre Kosten.

„Fliegerisch freue ich mich über erste Thermikflüge und insbesondere die ersten längeren Flüge“

10.3.19 Sebastian

In den folgenden Tagen werden alle etwas mutiger und die ersten Streckenflüge lassen nicht lang auf sich warten. Natürlich auch mit ein paar Außenlandungen. Roland landet beim Rückflug der Streckenaufgabe „Richtung Stausee und wieder zurück“ bei einer Kamelfarm. Statt mit dem Kamel zurückzureiten nimmt er dann aber doch lieber die Mitfahrgelegenheit eines Nachbarn wahr und sammelt gleich noch einen gestrandeten Streckenflieger auf. Etwas einfacher fällt es anderen den langen Bergrücken von Aguergour beim Soaring abzufliegen. Nicht alle trauen sich allerdings die rund 10 Kilometer weit bis an die letzte Spitze vor, zumal auch etwas Fingerspitzengefühl gefragt ist um nicht doch abzusaufen. Eine Teilnehmerin lässt sich zu weit über den Grat blasen und muss im langen Hochplateau landen, welches glücklicherweise sehr fehlerverzeihend ist. Während ein paar der Piloten lieber eine Runde aussetzen als der Wind zulegt und am Startplatzhäuschen Tee trinken, freuen sich die Dünenerfahrenen Piloten darüber mit dem Wind spielen zu können und zwischendrin Top zu landen. Zwei junge Lokals die sich einen Uraltgleitschirm teilen machen es vor und führen teils sehr waghalsige Manöver à la Jean-Baptiste Chandelier vor. So wird es den Zuschauern zumindest nicht langweilig und das Fluggebiet bietet ausreichend Platz um den „Playern“ aus dem Weg zu gehen. Am frühen Nachmittag ist Essenszeit. Wer gedacht hat, es gibt in dieser kargen Landschaft knurrende Mägen, irrt sich gewaltig. Gleich mehrere Reisende hatten sich ordentlich Nüsse und Müslirigel eingepackt weil sie dachten in Marokko gibt’s zu wenig zu essen. Völlig falsch gedacht, denn hier wird immer frisch und reichlich gekocht. In den kommenden Tagen wechseln wir zwischen den verschiedenen Gastgebern im nahen Umkreis durch und bekommen reich gefüllte Tachine mit Gemüse, Fleisch, Couscous oder Reis dazu Salat und Nachspeise für kleines Geld zu essen. Sogar Marokkanisches Grillfleisch, Würschtl, Cevapcici und Pommes gibt es eines Mittags bis die Bäuche platzen. Danach darf ein kleines Mittagsschläfchen in der Nordafrikanischen Sonne zum Kräfte tanken natürlich nicht fehlen.

„schon am ersten Abend werden wir mit großartigem Essen überrascht und kulinarisch geht es so die Woche weiter“ Lutz 3.3.-10.3.19

Am dritten Tag dreht der Wind auf Ost und das ist auch gut so. Neues Fluggebiet, neue Herausforderungen? Gerne! Es geht ins gut eine Stunde entfernte M´Zouda. Die Stimmung ist gut und wir brechen nach dem, wie immer sehr reichhaltigen Frühstück mit Kaffee, Tee, frischgepresstem Orangensaft und frisch gebackenem Brot und sowas ähnlichem wie Pfannkuchen bei Sonnenschein auf in den Westen. Um den Flugtag voll ausnutzen zu können planen wir diesmal kein großes Mittagessen ein sondern halten zwischendurch in einem Dorf an um uns mit ein paar Snacks, Brot, Nüssen und Bananen auszurüsten und bekommen dabei gleich ein paar Eindrücke vom Leben der Marokkaner die ihr Hühnchen fürs Abendessen hier lebend kaufen können. Auf schmalen Teerstraßen durch staubig zerklüftete Landschaft kommen wir schließlich an ein ausgetrocknetes Flussbett. Daneben ein Fußballfeld das allerdings im Lee steht und somit doch die Wahl aufs Flussbett fällt. Etwas gewöhnungsbedürftig sieht dieser Landesplatz schon aus, allerdings kann man den Endanflug hier mehr als großzügig gestalten. Nach einer ausgiebigen Landeplatzbesprechung geht’s mit unserm Jeep in Serpentinen rauf an den Startplatz der sich etwa in der Mitte des Berges befindet. Erneut wartet eine großartige Aussicht über das Land auf uns. Berge, Kluften, Felder und kleine Dörfer bieten erstaunliche Kontraste. Und auch hier ist der Landeplatz vom Startplatz aus zu entdecken. Die warme Sonne lässt bereits Thermik vermuten und nach einer Besprechung drehen die ersten auf. Nicht alle können sich halten und so geht es gleich nochmal rauf zum Startplatz. Jetzt geht’s richtig rauf. Schnell ist der Startplatz überhöht und bald auch der Flugberg an dem wir uns befinden. Von hier oben entdecken wir noch viel mehr Grün und können uns kaum entscheiden welche Ecke wir zuerst erkunden sollen, unter uns ruft ein Muezzin im kleinen Dorf zum Gebet. Während sich Bernhard an einem Streckenflug übers Land versucht, fliegen die anderen lieber die Hügellandschaft ab. Es wird langsam immer knackiger in der staubtrockenen Luft, was nicht mehr ganz jedermanns Sache ist. Auch hier wartet aber wieder ein Landeplatzlehrer auf die unsicheren Piloten und weißt sie ins Landeflussbett ein.  Ein paar Kinder warten bereits auf die Piloten und wollen beim Einpacken der Gleitschirme helfen. Wer Kleingeld oder Süßigkeiten dabei hat, ist gut beraten sich nur ein oder zwei der Jungs auszusuchen und sie den Gleitschirm zusammenpacken zu lassen. Die Buben sind aber brav und halten sich zurück wenn man lieber selbst Zelle auf Zelle packen möchte ohne, dass jemand dazwischen Pfuscht. Nach einem eindrucksvollen und spannenden Flug fehlt nur noch Bernhard. Der wollte doch auf Strecke gehen und sich melden wenn er irgendwo landet?! Wir halten Ausschau und entdecken ihn irgendwann in den grünen Wiesen am Horizont auftauchen. „Sorry für die Aufregung, die nächste Runde geht auf mich“. Sein Akku war leer und er konnte nicht funken, dass er sicher außengelandet ist. Ende gut alles gut. Fliegerisch sind für heute alle zufrieden gestellt und wir einigen uns, auf dem Rückweg noch einen kleinen Ausflug zur „Titanic“ zu machen.

„sehr beeindruckend war der Ausflug zur „Titanic“ eine Reise in die Vergangenheit“

3.3.-10.3. Ines

Titanic? Ein Schiff in der Wüste? Das klingt spannend und kurios zugleich. Wir machen einen kleinen Umweg und landen in einer rotbraunen Schlucht durch die sich ein Fluss schlängelt an dem grüne Bäume wachsen. Wieder eine ganz neue Landschaft erblickt unser Auge und auf einem Aussichtspunkt bleiben wir stehen und können die „Titanic“ nun sehen. Okay, ein Schiff ist das nicht, aber die Form der alten Lehmburg die auf einem Hügel mitten der Schlucht gebaut ist, lässt einen tatsächlich an ein Schiff denken. Ein schmaler Wanderweg führt an Kakteen und kleinen Häusern in die Schlucht zu der unbekannten Attraktion. Neugierige Blicke und kichernde Kinder schauen aus den Gassen, wer da durchs Dorf schlendert denn viele Touristen kommen hier nicht vorbei. Über eine Brücke unter der ein kleiner Fluss fließt, gelangen wir in eine Art Garten und stehen schließlich vor den Toren der Kasbah „Titanic“ die natürlich nicht wirklich so heißt. Der Bürgermeister des Ortes begrüßt uns mit Handschlag und lädt uns auf einen Tee ein. Etwas verunsichert und zurückhaltend betreten wir einen mit Teppichen ausgelegten Raum und setzen uns auf den Boden. Mit so viel „Kultur und Gastfreundschaft“ hatten wir an diesem Flugtag nicht gerechnet. Ein kleines Mädchen geht mit einer Kanne warmen Wasser herum und wäscht uns die Hände. Dann bereitet der Hausherr frischen Tee zu. Dazu gibt’s selbstgebackenes Brot mit Olivenöl zum eintunken. Nach der Stärkung, bekommen wir noch eine kurze Führung durch die verwinkelten Gassen der alten Mauern und kehren schließlich zurück zum Auto durch einen Olivenhain mit grasenden Eseln. Wow, müde aber geflasht von dem ereignisreichen Tag kehren wir zurück zu unserer Unterkunft in der schon das reichhaltige Abendessen auf uns wartet. Mit duftender Tajine, gefüllt mit Lammfleisch, Pflaumen, Oliven, Nüssen und orientalischen Gewürzen, frischem Brot und Gemüse, Salat und Tee verwöhnt uns die Hausherrin auch heute wieder mit Marokkanischer Hausmannskost. Dazu gibt’s ebenfalls marokkanischen Rotwein und Bier. In dem muslimisch geprägten Land wird normalerweise kein Alkohol getrunken, doch haben sich die Gastgeber inzwischen an die europäischen Gelüste gewöhnt und drücken ein Auge zu, solange sie nicht mittrinken müssen. Lange sitzen wir auch heute noch an den kniehohen Tischen und erzählen über die Erlebnisse des Tages und was wohl noch kommen mag, denn freilich wartet auch noch ein Ausflug in die Metropole des Landes Marrakesch.

„Die Altstadt und der Basar von Marrakesch (laut, eng, stickig) stehen im Gegensatz zu unserer einfachen Unterkunft irgendwo im Nirgendwo“ 3.3.-10.3. Sebastian

Gleich am Vormittag machen wir uns mit unserem Shuttlebus auf den Weg in die Stadt. Um diese Uhrzeit ist das Getümmel in den Gassen noch nicht ganz so schlimm und es lässt sich entspannter Bummeln. Pferdekutschen säumen den Platz, dahinter Schlangenbeschwörer und andere Attraktionen, und noch ein Stück weiter Shopping Pur! Bunte Farben und Gerüche, ein Lädchen schöner als das nächste und freundliche Verkäufer die Feilschen auf Englisch gewohnt sind warten auf die Schaulustigen. Manche Handwerker sitzen in ihrem Laden und basteln neben dem Verkauf an weiteren Kunststücken wie kleine Laternen aus Metall und buntem Glas die sich ganz wunderbar als Urlaubsmitbringsel eignen. Autos passen in dieser fast 1000 jährigen Altstadt keine durch, aber Esel und Roller zwängen sich an uns vorbei. Gar nicht so leicht hier die Orientierung zu behalten und gleichzeitig nicht alles zu kaufen was einem gefällt. Zum Mittagessen kehren wir auf Empfehlung in ein gut besuchtes Restaurant ein, dass uns an eine Kantine erinnert. Hier soll das Essen aber immer gut und frisch zubereitet werden und so ist es auch. Nur Markus der sich aus Versehen eine Taube (Colombe) statt einem Hühnchen (Poulet) bestellt hat, ist etwas enttäuscht von der mageren Portion und bestellt sich zusätzlich ein paar Pommes gegen den Hunger. Am Nachmittag haben es zur vereinbarten Uhrzeit tatsächlich alle wieder rechtzeitig  zum Auto geschafft und sind nun froh nach der Stadttour wieder aufs ruhige Land zu dürfen und vielleicht wartet ja noch ein schöner Abendflug zum Abschluss. Der Blick durchs Fernglas sagt ja, der Wind passt. Nach dem spannenden Ausflug in die Stadt geht es nochmal rauf an unseren „Urlaubs-Hausberg“. Der Wind weht sanft aus Marrakesch und magisches Abendrot erstreckt sich über das Land der 1000 Farben. Demut und ein wenig Traurigkeit, dass sich der Urlaub zum Ende neigt überkommen uns. Den letzten Flug nochmal richtig genießen lautet die Devise. Im Abendlicht handeln wir am Startplatz gemeinsam mit den Schirmen und nach und nach starten wir ein letztes Mal in Aguergour in den Sonnenuntergang. Wahnsinn. Auf der Dachterrasse treffen sich alle und stoßen noch einmal auf die gelungene Reise an. Von hier aus beobachten wir die allerletzten Piloten die in der Dämmerung gerade noch den weißen Kreis des Landeplatzes erkennen können beim Landen. Jeden Tag Flugwetter, Sonne, gutes Essen und jede Menge Eindrücke durften wir hier erleben. Ein rundum gelungener Gleitschirmurlaub in Marokko auf den wir uns im nächsten Jahr wieder freuen.

„Marokko ist ne Reise wert,

hier lebt es sich ganz unbeschwert.

essen, fliegen, Leute schaun´,

von früh bis spät einfach ein Traum.

Auch Rafael und Sylvia,

die waren für uns immer da.

Betreuten uns beim Start & Fliegen,

da blieb kein Schirm am Boden liegen.

Pudelwohl und Rampelvoll,

zurück in Schnee, auch das ist toll.“

Danke euch für die tolle Zeit in Marokko

Liebe Grüße

24.2.-3.3.2019 – Markus und Marco