ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN

DER FLUGSCHULE ADVENTURE SPORTS GBR

1. Geltungsbereich

Die folgenden AGBs gelten für alle Angebote der Flugschule Adventure Sports GbR.

2. Ausbildungsziel und Teilnehmer

Die Flugschule bildet den Schüler zum Zwecke des Erwerbs einer Erlaubnis für Gleitsegel gemäß den Richtlinien des deutschen Hängegleiter-Verbandes e.V. aus. Die Kursteilnehmer sowie die Teilnehmer an allen anderen angebotenen Aktivitäten erkennen mit ihrer Anmeldung diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen an.

Die Mindestteilnehmerzahl bei regulären Flugkursen beträgt fünf Personen. Das Mindestalter für Kursteilnehmer beträgt 14 Jahre. Minderjährige bedürfen zur Teilnahme an der Ausbildung der schriftlichen Einwilligung ihrer –  ggf. beiden – Erziehungsberechtigten. Die Fluglizenz kann frühestens mit dem Erreichen des 16. Lebensjahres ausgestellt werden.

3. Gesundheitserklärung

Voraussetzung für die Teilnahme an allen Kursen sind Fitness sowie physische und psychische Gesundheit. Wer sich für einen Kurs anmeldet versichert damit gleichzeitig, dass er über die erforderliche Fitness verfügt und dass keine physischen oder psychischen krankheitsbedingten Gründe vorliegen, die eine Eignung für die Teilnahme ausschließen. Bei Bekanntwerden solcher Gründe ist die Flugschule berechtigt, den betreffenden Kunden von der weiteren Teilnahme auszuschließen.

4. Ausbildung und Fortbildung

Alle Angebote werden von ausgebildeten, erfahrenen und staatlich geprüften Fluglehrern oder deren Assistenten geleitet. Vermittelt wird eine Ausbildung nach Maßgabe der durch Gesetz oder Verordnung erforderlichen Ausbildungsprogramme in Theorie und Praxis. Die Gestaltung der Ausbildungsprogramme obliegt alleine der Flugschule. Der Flugschüler ist verpflichtet, alle durch Gesetz oder Verordnung vorgeschriebenen Regeln sowie Anordnungen und Einzelanweisungen des Ausbildungspersonals gewissenhaft und unverzüglich zu befolgen.

5. Eigenverantwortliches Handeln

Gleitschirmfliegen und auch bereits die Teilnahme an einem Kurs sind für viele ein Traum, dem sowohl ein Hauch von Abendteuer wie auch von Risiko anhaftet. Dies macht für viele auch den besonderen Reiz aus. Daran sollten Sie bei der Buchung denken und mit diesem Bewusstsein teilnehmen. In der Luft ist jeder nur sein eigener Herr. Deshalb ist ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Umsicht und guter Vorbereitung ebenso Voraussetzung für die Teilnahme, wie die entsprechende Risikobereitschaft. Wir empfehlen Ihnen unbedingt, sich mit den Anforderungen und Risiken vorab entsprechend auseinanderzusetzen.

6. Anmeldung und Vertragsschluss

Die Anmeldung zum Kurs kann auf unserer Homepage, per E-Mail oder direkt im Shop erfolgen. Mit der Anmeldung wird eine Anmeldegebühr von 20%  je nach gebuchtem Kurs fällig, die innerhalb von 10 Tagen nach Anmeldung bei der Flugschule eingehen muss. Der Vertragsschluss erfolgt durch unsere schriftliche Bestätigung Ihrer Anmeldung. Wird die gebuchte Ausbildung während eines Zeitraumes von 12 Monaten ab Ausbildungsbeginn vom Schüler nicht vollständig in Anspruch genommen, verfällt der Anspruch auf Weiterschulung. Dies gilt nicht, wenn der Schüler eine anders lautende schriftliche Vereinbarung mit der Flugschule getroffen hat.

7. Vergütungen

Die Vergütungen richten sich nach der Ausschreibung in unserem aktuellen Programm. Die ausgedruckten Preise entsprechen dem bei Drucklegung bekannten Stand und enthalten die jeweilige Mehrwertsteuer. Änderungen aufgrund von zusätzlichen Betreuungskosten etc. bleiben vorbehalten. Maßgeblich sind die ausgeschriebenen Preise zum Buchungszeitpunkt. Die angegebenen Preise beinhalten keine Transfer-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten. Nach Abschluss der erforderlichen Ausbildungsflüge werden Kurswiederholungen sowie Nachschulungen nach Kursabschluss pro Flug berechnet. Im Hinblick auf die Sicherheit der Ausrüstung ist unser Anliegen, dass jeder Flugschüler seine Ausrüstung dafür zuvor über uns erwirbt. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir uns bei nicht über uns erworbener Ausrüstung vorbehalten, eine Kursteilnahme abzulehnen oder im Hinblick auf das Vertrautmachen mit Ihrer Flugausrüstung einen angemessenen Aufpreis gemäß unserer jeweils aktuellen Preisliste zu berechnen. Voraussetzung für eine Kursteilnahme mit Fremdmaterial ist jedenfalls der Nachweis der Eignung und des bestehenden Versicherungsschutzes seiner Ausrüstung durch den Flugschüler.

8. Kündigung durch den Kunden

Mit Ihrer Anmeldung verpflichten Sie sich zur Entrichtung der vollen Kursgebühr. Sie können jedoch vor Kursbeginn jederzeit von der Teilnahme zurücktreten. Wir können, soweit Ihr Rücktritt nicht von uns zu vertreten ist, oder ein Fall höherer Gewalt vorliegt, anstelle der konkreten Berechnung der Rücktrittsentschädigung die nachfolgend aufgeführte prozentuale Entschädigung, bezogen auf den Gesamtpreis, in Rechnung stellen:

Bis vier Wochen vor Kursbeginn 20 %,

bis zwei Wochen vor Kursbeginn 50 %,

bis eine Woche vor Kursbeginn 80 %,

ab einer Woche vor Kursbeginn 95 %.

Erscheint der Schüler ohne Angabe von Gründen nicht zum Kurs, wird das als Kündigung betrachtet und die Kursgebühr zur Deckung der entstandenen Unkosten einbehalten. Um dies zu vermeiden, kann der Schüler eine Ersatzperson senden, die an seiner Stelle am Kurs teilnimmt. Diese ist mindestens drei Tage vor Kursbeginn zu benennen, hat ihrerseits alle Teilnahmevoraussetzungen zu erfüllen und sich mit diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen einverstanden zu erklären. Beginnt der Flugschüler den Kurs, schließt diesen jedoch nicht ab, so entfällt jeglicher Anspruch auf Gutschrift oder Rückerstattung, egal aus welchem Grund.

9. Kündigung durch die Flugschule

Der Ausbildungsvertrag kann durch die Flugschule ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden, wenn der Schüler gegen Anordnungen und Einzelanweisungen des Ausbildungspersonals vorsätzlich oder grob fahrlässig verstößt, der Schüler gegen luftrechtliche Vorschriften vorsätzlich oder grob fahrlässig verstößt oder wenn sich sonst Gründe in der Person des Flugschülers ergeben, die eine Fortsetzung der Ausbildung für die Flugschule unzumutbar machen. In diesem Fall wird die Kursgebühr zur Deckung der entstandenen Verwaltungskosten einbehalten, eine Rückerstattung ist nicht möglich.

10. Versicherung des Flugschülers

Jeder Schüler nimmt auf eigene Gefahr und Verantwortung am Kurs teil. Dem Schüler wird empfohlen, eine Unfall- und eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Bei einer vom Schüler abgeschlossenen Lebensversicherung ist das Versicherungsinstitut über den Beginn der Ausbildung zu informieren. Der Schüler kann auf Wunsch eine Unfall-und-Bergungskostenversicherung in der Flugschule abschließen. Bergrettungsaktionen und deren Kosten gehen zu Lasten des Flugschülers. Flugschüler die eine eigene Ausrüstung erwerben verpflichten sich umgehend selbst eine gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung abzuschließen, Vordrucke sind bei uns erhältlich.

11. Ausrüstung der Flugschule und Haftung des Schülers

Der Flugschüler verpflichtet sich, das von der Flugschule in Anspruch genommene Ausbildungsmaterial sorgsam zu behandeln und es in ordnungsgemäßem Zustand zurückzugeben. Andernfalls werden die Kosten für die Neubeschaffung berechnet. Die Ausbildungsmaterialien verbleiben im Flugschulbetrieb und dürfen nur gegen Unterschrift des betreuenden Fluglehrers oder eines sonstigen Beauftragten der Flugschule mitgenommen werden. Für die von der Flugschule eingesetzten Geräte besteht eine Haftpflichtversicherung in der gesetzlich vorgeschriebenen Höhe, die für Schäden an Dritten aufkommt. Die Fluggeräte selbst sind nicht vollkaskoversichert. Falls während der Schulung Schäden an den Fluggeräten durch unsachgemäßes oder regelwidriges Verhalten des Schülers entstehen, so sind die Kosten hierfür vom Schüler zu tragen. Der Schüler nimmt zur Kenntnis, dass Verstöße gegen durch Gesetz oder Verordnung vorgeschriebene Regeln beim Gleitschirmfliegen nach Straf- oder Ordnungswidrigkeitsvorschriften verfolgt werden können.

12. Beschränkung der Haftung

Die Flugschule haftet uneingeschränkt nach den gesetzlichen Bestimmungen nur, sofern der Schüler Schadenersatzansprüche geltend macht, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, einschließlich von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit der Vertreter oder Erfüllungsgehilfen der Flugschule beruhen.Soweit der Flugschule keine vorsätzliche Vertragsverletzung angelastet wird, ist die Schadensersatzhaftung auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt.

Die Flugschule haftet auch für leichte Fahrlässigkeit, sofern sie schuldhaft eine Vertragspflicht verletzt, deren Einhaltung für die Erreichung des Vertragszwecks von Bedeutung ist (Kardinalpflicht). Der Schadensersatz ist in diesem Fall auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt.

Die Haftung wegen schuldhafter Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt.

Eine weitergehende Haftung auf Schadensersatz als in Nr. 1-4 vorgesehen, ist – ohne Rücksicht auf die Rechtsnatur des geltend gemachten Anspruchs – ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für Schadensersatzansprüche aus Verschulden bei Vertragsschluss, wegen sonstiger Pflichtverletzungen oder wegen deliktischer Ansprüche auf Ersatz von Sachschäden gemäß § 823 BGB.

Die Begrenzung nach Nr. 1 gilt auch, wenn der Kunde anstelle eines Anspruchs auf Ersatz des Schadens statt der Leistung Ersatz nutzloser Aufwendungen verlangt.

Soweit die Schadensersatzhaftung der Flugschule gegenüber ausgeschlossen oder eingeschränkt ist, gilt dies auch im Hinblick auf die persönliche Schadensersatzhaftung der Angestellten, Arbeitnehmer, Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen der Flugschule.

Soweit nicht vorstehend etwas Abweichendes geregelt, ist die Haftung ausgeschlossen.

13. Termine

Die Flugschule setzt gemäß dem Ausbildungsplan Termine für den theoretischen und praktischen Unterricht fest. Sie ist bemüht, derart vereinbarte Termine einzuhalten. Sie kann aber insbesondere in der praktischen Ausbildung den genauen Zeitablauf im Hinblick auf wetterbedingte und technische Gründe nicht garantieren. Sollte es daher während der Schulung zu Terminverschiebungen oder sogar zum Ausfall des gesamten Kurses kommen, so ergeben sich daraus weder ein besonderes Rücktrittsrecht vom Vertrag noch Schadensersatzansprüche für den Schüler; es kann nur zu einem anderen Termin weitergeschult werden.

14. Flugtickets für Tandemflüge

Das Flugticket berechtigt den Inhaber bei Vorlage zur Teilnahme an einem Tandemflug ohne dass weitere Kosten anfallen. Das Ticket behält seine Gültigkeit für 12 Monate nach Ausstellungsdatum. Nach Ablauf dieser Zeit verfällt es. Ausnahmen können im Einzelfall mit der Flugschule schriftlich vereinbart werden. Bei Verlust des Tickets erfolgt keine Erstattung/Beförderung. Bergfahrten sind nie im Ticketpreis enthalten!

15. Schlussbestimmungen

Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Nebenabreden und Vertragsänderungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Dies gilt auch für eine Änderung des Schriftformerfordernisses selbst.

Teilweise oder vollständige Unwirksamkeit einzelner Vertragsbestimmungen berührt die Wirksamkeit der übrigen Vertragsbestimmungen nicht. Die Parteien verpflichten sich für diesen Fall, anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung einer entsprechenden Regelung zuzustimmen, die dem Zweck der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung möglichst nahe kommt.