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Streckenflug

Auf Strecke


Flugrouten nach dem Start

Startet man nach Süden steuert man zuerst den "Kotiger Stein" an, geht da keine Thermik ab fliegt man zum Waxenstein, geht da auch nichts fliegt man Direkt zum Gleitschirmlandeplatz.

Der meistgenutze Startplatz ist der Garland. Hier kann man bei östlichen Winden direkt aufdrehen. Hat der Talwind eingesetzt fliegt man auf die Nordseite, Achtung Turbulenzen bevor man wirklich vor der Nordseite ist, dort wird durch den Talwind die erwärmte Luft des vorgelagerten Waldgebietes gegen das Brauneck geführt und steigt an der gesamten Nordflanke als Thermik auf, die bevorzugten Abreißstellen sind in der Karte eingezeichnet. Hat man jetzt aufgedreht kann man zum besten Bart fliegen, oberhalb des Gipfelkreuzes. Von unten raus ist der Bart meistens bockig deshalb lieber höher dort hinfliegen. Möchte man jetzt etwas in der schönen Gegend herumfliegen bieten sich folgende Möglichkeiten an. Richtung Benediktenwand 5 km entfernt. Wenn man mindestens 2000 m ü. NN hat kann man einfach mal die Bergkette Richtung Westen abfliegen, säuft man wieder erwarten ab, stehen riesige Notlandeplätze im Längental zu Verfügung. Startet man am Garland bei Talwind und kommt nicht (zu viel sinken) vor die Nordseite, so fliegt man den Garlandkessel auf der Südseite des Kessels in der nähe der Seilbahn raus bis man zum Umsetzer gelangt ist und kann dort soaren und auf die nächste Thermik zum hochdrehen warten.

Startet man bei Talwind am Umsetzer kann man oft, schon fast die Regel direkt vor dem Startplatz soaren, aber bitte nicht die anderen Starter behindern. Sinkt man tiefer kann in "Klein Lanzarote", der Bergausläufer der genau 200 m südlich des Gleitschirmlandeplatzes ist -Offizieller Name: "In der Burg" so lange soaren wie man Lust hat. Hier wurden schon vor 10 Jahren die ersten Stundenflüge durchgeführt. Auch wirkliche Gelegenheitsflieger kommen hier zu Ihrem ersten "Einstünder".

Zusammenfassung

Das Fluggebiet Isarwinkel ist ein sehr schönes Fluggebiet für die ganze Familie, durch die unglaublich vielen Freizeitmöglichkeiten neben der Fliegerei kommen alle auf Ihre Kosten. Das Preis-Leistungsverhältnis ist fast unschlagbar. Bei einer 20 er Karte (die übertragbar ist) kostet ein Flug nur Euro 4,60 und das schon inklusive Landegebühr. Übernachtungen in Pensionen gibt es ab Euro 13,- Nach dem Flug sitz man gemütlich in dem urigem sehr gutem Restaurant Jägerstüberl beieinander und lernt dort auch andere Piloten kennen. Startplätze für fast alle Windrichtungen kommen auch den Wenigfliegern entgegen. Lange Flüge sind am Brauneck überhaupt keine Seltenheit, kleiner Strecken sind möglich größere Strecken nicht ganz einfach aber für erfahrene Piloten eine interessante Herausforderung.



Auswahl von kleinen Strecken

Will man auf Strecke gehen bieten sich folgende Startpunkte (zur Dokumentation) am Brauneck an.
Bei Zielflügen nimmt man am einfachsten die Bergstation oder das Brauneck-Gipfelhaus.
Bei geschlossenen Aufgaben unterscheidet man ob man Richtung Süden fliegt oder auf der Nordseite bleibt. Fliegt man Richtung Süden z. B. das legendäre Karwendeldreieck, dann nehmen die Drachenflieger die Bergbahn Talstation, für Gleitschirmflieger ist es zu schwierig gegen den Talwind abends so weit zurück zu gleiten, da bietet sich Tannern an, eine kleine Ortschaft in der Jachenau ca. 2 km südlich des Braunecks. Bei geschlossenen Aufgaben bietet sich die Demelspitz an, der Bergzacken mit Kreuz westlich der Talstation. Der ragt so schön vor daß wenn man abends von seiner Strecke heimkommt diese Spitze auch noch von tief unten, aber im Fotosektor fotografieren kann.

Zielrück

Brauneck - Benediktenwand Schutzhütte und zurück 10km
Windrichtung bei Nord, Nordost oder Süd (auch Südwest bis Südost, aber jeweils ohne Talwind) nicht bei stärkerem Ost oder West

Kleines Flaches Dreieck

Brauneck, Benewand Schutzhütte, Blomberg
Das Gebiet zwischen Blomberg, Brauneck und Benediktenwand- Spitzname Benewand.
Wenn man am Brauneck aufgedreht hat und nach Norden schaut. Sieht man Bad Tölz und kurz vor Tölz den Blomberg. Das ganze Gebiet ist thermisch sehr aktiv bietet aber wenig Landeplätze. Eine kleine Standardaufgabe könnte sein: Brauneck-Benewand zurück zum Brauneck, 2 km vorm Brauneck über das Längental Richtung Blomberg. Jede Thermik über den Hügeln mitnehmen und so zum Blomberg vorfliegen. Reicht die Höhe nicht kann man immer ins Isartal rausfliegen. Das Längental heißt übrigens so weil man da so länge raus läuft, haben schon viele ausprobiert, ist überhaupt keine Schande da abzusaufen. Am Blomberg nord-ostseitig aufdrehen, hat man ca. 300 m überhöht und der Talwind weht reicht es bereits zum Endanflug Brauneck Landeplatz.

Zielrück: Brauneck-Jochberg 25 km

Der Jochberg, ein bekannter Berg für sehr schöne Abendsoaring Flüge und kann als Wendepunkt dienen. Flugroute über die Benediktenwand, Glaswand, Rabenwand zum Jochberg. Zurück der gleiche Weg. Besonderheit am Jochberg, der Jochberg selbst geht thermisch nicht sehr gut, besser geht die 200 m südlich etwas tiefer gelegene Sonnenspitze. Für diese Aufgabe sollte die Basishöhe ca. 2500 sein und die überregionale Windrichtung mit einer Nordtendenz zu tun haben. Der Höhenwind sollte besser weniger als 25 km/h betragen.
Größere Zielrück Flüge bis zum Tegelberg oder Wank sind auch möglich, aber nicht sehr einfach.

Zielflüge Richtung Westen

Kochel (15km),
Eschenlohe (30km)
Tegelberg (60km),
Tannheimer Tal (80km)
dann Oberstdorf (100km)
oder Lechtal (100km)
ist schon alles geflogen worden.
Ab 15 km östlicher Höhenwind ist das die bevorzugte Flugrichtung.

Flüge Richtung Osten

Diese Flüge bieten sich sehr selten an, da man westliche Winde haben sollte und dann der Start am nahe gelegenen Wallberg eigentlich besser aufgehoben ist. Aber wie gesagt bei schwachen westlichen Winden können die Drachen an der Nordrampe und die Gleitschirmflieger vom Umsetzer starten. Dreht man dann auf, kann man am Nachmittag (dann sind die Westhänge schön von der Sonne angestrahlt) das Isartal überqueren und am besten am Grasleutenstein aufsoaren. Der Geigerstein schaut zwar besser aus zum hoch kommen ist aber von unten raus recht turbulent. 2000m und Talwind reichen für Gleitschirmflieger um auf der anderen Seite wieder hoch zu kommen.

Flugrichtung Süden

Wenn man am Brauneck aufgedreht hat kann man schnell und sehr früh am Tag (im Sommer ab 10.30 bis 11.00 Uhr, natürlich auch noch später) Richtung Süden fliegen. 4 km südlich des Braunecks befindet sich das breite Tal der Jachenau. Der nördliche Bergrücken (nur 2 km vom Brauneck) ist thermisch sehr aktiv, dort dreht man nochmal auf bevor man über die Jachenau fliegt. Flugrichtung z.B. Staffel (1532m). Aber auch die anderen Bergspitzen des südlich der Jachenau gelegenen Bergrückens sind thermisch aktiv. Nun fliegt man weiter Richtung Karwendel. Siehe Thermikkreise in der Karte. Viele Piloten trauen sich nicht nach Süden zu fliegen weil das Tal der Jachenau so breit aussieht und die Berge niedriger als das Brauneck sind, aber thermisch ist das ganze Gebiet recht ergiebig und säuft man ab führt ja eine große Hauptstraße nach Lenggries zurück. Riesige Landeplätze gibt es in der Jachenau ja zur Genüge.

Zielflug: Scoul

(Engadin) 135km (1998 und 2000 mit GS)) oder Comer See, 236km (1991 mit HG) Große Strecken sind vom Brauneck schon öfter geflogen worden. Einige Lenggrieser Piloten planen die Alpenüberquerung Richtung Comer See. Für Interessierte hier eine Kurzbeschreibung der Flugroute: Brauneck, Staffel, Soiernspitze oder Schöttelkar, Westliche Karwendelspitze (Mittenwald), Arnspitze oder Reiterkogel, Hohe Munde, Landeck, Scouls, dem Engadin folgen Richtung Malojapass zum Comer See oder über den Berninapass nach Tirano. Mehr Infos in der Flugschule bei Burkhard Martens.
Meteorologische Voraussetzungen für so einen außergewöhnlichen Flug: Stärkerer Nord-Ostwind (30 grad), gute Thermik möglichst auch von ganz unten raus, möglichst hohe Basis (2500m am Brauneck wäre schon gut).